Imkerverein Glottertal e.V. seit 1928

Im Bienenstock 

Im Bienenstock ist es dunkel und warm. Es duftet nach Wachs und Honig. Oben, wo es am wärmsten ist, lagern die Vorräte. Die Bienen schlüpfen unten im Hauptteil des Stocks, wo sie auch die meiste Zeit verbringen. Die beiden Teile bestehen aus beweglichen Holzrahmen, die man heraus nehmen kann. Jedes Bienenvolk bewohnt einen eigenen Bienenstock. 

 

Königin, Arbeiterin und Drohne - die drei Arten der Bienen

Die Königin ist der Mittelpunkt des Volkes. Sie ist größer und länger als die Arbeiterbienen. Sie ist die "Mutter" des Bienenvolkes. Nur zweimal in ihrem Leben sieht sie die Sonne: bei ihren Hochzeitsflügen kurz nach dem Schlüpfen und beim Schwärmen, wenn sie kurz vor dem Schlüpfen einer neuen Jungkönigin das Volk verlässt, um einen neuen Staat zu gründen.

Vom Frühjahr bis zum Herbst legt die Königin Tag für Tag mehrere 100 Eier, im Extremfall an einzelnen Tagen bis zu 2000 Eier, mehr als ihr eigenes Körpergewicht. Duch Absonderung eines besonderen Königinnen-Duftstoffes (Pheromon) signalisiert sie ihre Anwesenheit und regelt das harmonische Zusammenleben im Bienenvolk. Die Königin kann 4-5 Jahre alt werden. 

 

Die Arbeiterin nimmt den weitaus größten Anteil am Bienenvolk. Es umfasst im Sommer 30.000 bis 60.000 Bienen und im Winter bis zu 20.000 Tiere. Im Leben jeder Arbeiterbiene gibt es bestimmte zeitlich begrenzte Funktionen. Die jungen Arbeiterinnen putzen die Zellen und können die Nahrung für die jüngsten Bienenlarven nur einige Tage herstellen; dann beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt; sie produzieren Wachs und beteiligen sich am Bau der Waben. Wieder einige Tage älter, übernehmen sie die grobe Reinigung im Stock und die Wache am Flugloch. Schließlich nach dem 20. Lebenstag werden sie zu Futtersammlerinnen, die Nektar und Blütenstaub heimbringen.  

 

Der Drohn - das männliche Element im Bienenstaat. Drohnen entstehen aus unbefruchteten Eiern. Sie sind deutlich größer als Arbeitsbienen. Ihre Aufgabe ist es, eine Jungkönigin auf ihren Hochzeitsflügen zu begatten. Bis zum Sommer leben nur einige 100 Drohnen im Bienenvolk. Wenn die Nahrung im Stock knapp wird und die Drohnen ihren Dienst getan haben, werden sie von den Arbeiterinnen nicht mehr versorgt und aus dem Stock vertrieben. Drohnen überwintern nicht im Bienenstock.

Die Vier Jahreszeiten

Frühling: Während auf dem Kandel noch Schnee liegt, erwärmen die Sonnenstrahlen schon das geschützte Tal und der Frühling zieht ein. Die weitläufigen Streuobstwiesen erstrahlen in weiß und rosa - die Natur und unsere Bienen erwachen zu neuem Leben.

Sommer: Satte, farbenfrohe Wiesen und Streuobstfelder, lichtdurchflutete Fichten- und Tannenwälder, kristallklare Schwarzwaldbäche und eine schier unerschöpfliche Blumenpracht im Tal bescheren unseren Bienen geradezu paradiesische Momente.

Herbst: In dieser Zeit zeigt sich das Glottertal von seiner schönsten Seite. Goldglänzende Weinberge, ein herrlich buntes Farbenspiel des Mischwaldes und die erntereifen Streuobstfelder machen das Glottertal zu einem besonderen Naturerlebnis. Während die Glottertäler Winzer noch bei der Weinlese sind, haben wir Imker schon längst den aromatischen und herzhaften Wald- und Tannenhonig geerntet. Die Spezialität im Glottertal.

Winter: Ein Winter im Glottertal bietet viel Ruhe und Erholung. Direkt am Fuße des Schwarzwaldes präsentiert sich die kalte Jahreszeit im Tal immer noch angenehm mild und schneearm. Im Bienenstock kehrt nun auch Ruhe ein.